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Fakten schaffen: Passantenfrequenzmessung

Liegt der Rückzug des stationären Einzelhandels an der fehlenden Laufkundschaft? Wie viele Menschen sind tatsächlich in der Innenstadt von Bad Reichenhall unterwegs? Wie beeinflussen Aktionen und Veranstaltungen wie die „Klangwolke“ die Besucherzahlen? Wie entwickeln sich diese im Laufe der nächsten Jahre? Wie steht Bad Reichenhall im bundesweiten Vergleich da? Die Passantenfrequenz ist zudem ein wichtiger Indikator zur Ermittlung des Marktwerts: wie steht es um die Höhe der Mietkosten verglichen mit anderen Städten?

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Die Fußgängerzone in Bad Reichenhall


Wir vom Stadtmarketing wollen es genau wissen und Fakten schaffen – einerseits für Händler, Dienstleister und Gastronomen, die daran interessiert sind, in Bad Reichenhall einen Betrieb zu übernehmen oder zu eröffnen, andererseits zur zukünftigen Standortplanung, zur Bewertung der Attraktivität der Innenstadt, zur Evaluierung der von uns organisierten Veranstaltungen und Events.

Am 02. März war es dann soweit: mit der Unterstützung der jeweiligen Hauseigentümer wurden 2 Messgeräte an den am stärksten frequentierten Standorten der Fußgängerzone für vorerst 3 Jahre installiert – an der Ecke Ludwig-/Liebigstraße am ehemaligen „Deutschen Kaiser“ und in der Ludwigstraße am Kaufhaus Dollinger. Die Laserscanner der Fa. LASE, die datenschutzrechtlich unbedenklich sind, liefern uns nun exklusiv Daten zu jeder Tages- und Nacht-, zu jeder Jahreszeit, bei jedem Wetter.

Die Messergebnisse im Jahresverlauf 2020

Messstelle Dollinger, Ludwigstraße

Der coronabedingte Lockdown bescherte bis April 2020 eine sehr niedrige Frequenz. Doch mit zunehmenden Lockerungen im Einzelhandel und in der Gastronomie, den Grenzöffnungen zu Österreich sowie mit beginnender Urlaubszeit stieg die Lauffrequenz in der Fußgängerzone kontinuierlich an. Die Zahlen im Juli, August und September bewegten sich auf hohem Niveau. Frequenzstärkster Monat war alsdann der September mit 270.688 Zählungen an der Messstelle Deutscher Kaiser. Auch der Oktober ließ sich gut an, bis sich ein erneuter Lockdown, zunächst nur landkreis-, dann auch bundesweit, bemerkbar machte.